CSF - Coeurs sans frontières - Herzen Ohne Grenzen

jeudi
20 juin 2013
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Wiedersehen
Die wiedergefundene Zeit

Große Hartnäckigkeit kann zum Erfolg führen. Nie aufgeben!

Das alles sind schöne Parolen und oft hängt es nur an einen einzigen Faden, die Menschen zu finden, die wir wie eine Stecknadel suchen, in einer unendlichen Welt, die uns auf die Dauer undurchsichtig und feindlich gesinnt erscheint.

Heute kann ich sagen, dass ich in den Briefen, die ich an "meine Familie", damals noch nicht identifiziert, geschreiben habe, eine gewisse Ablehnung bestand gegen über einem Verwandten, d.h. gegenüber dem Foto meines verstorbenen Vaters und das kann man natürlich verstehen, denn "soll unsere Familie einen Unbekannten die Türe öffnen, der plötzlich vom Himmel gefallen ist".

Aber ein Engel machte es möglich, der Engel Sylvia, die mir eines Tages im April schrieb: “Ich bin Sylvia…. Mein Schwiegervater hat Onkel Heinz am Foto erkannt”. Ich habe einen Cousin gefunden und seine Familie, meine Familie.

Und in diesem Augenblick änderte sich alles; nach einer oberflächlichen Korrespondenz, lernten wir uns besser kennen und stellten uns gegenseitig fragen. Und dann kam das Treffen im schönen Köln, alle pünktlich erschienen. Erstes Treffen, mit einem Lächeln auf den Lippen, dann ein toter Moment und dann langsam aber sicher ein warmes Sich näher kommen und dann hatte man das Gefühl sich seit immer zu kennen. Am nächsten Tag Besuch des Friedhofs, der Klinik in der mein Vater starb, Orte, wo er lebte, seine Vergangenheit, jeder erzählte seine Freuden und Leiden, wir holten die verlorene Zeit ein, die uns getrennt hatte; ein WAHRES GLUECK!!!

PS : Um meine Familie zu finden, versandte ich an die 140 Briefe an die Menschen, die meinen Namen trugen. Ungefähr 40 Antworten erreichten mich. Einige entschuldigten sich fast, nicht zu mir zu gehören? Andere wieder ermutigten mich. ich danke allen, die mir geholfen haben in dieser Suche, sie werden sich erkennen. Alles wurde erst möglich durch die formelle Identifikation durch WAST.

Henry Millner - Wrede


Die Stadt meines zweiten Lebens.

 
Glückliche Auflösung eines belastenden Geheimnisses

Ein sehr schöner Brief, den der französische Bruder eines Kriegskindes Herzen ohne Grenzen gesendet hat.

An die Mitglieder des Verwaltungsrats und Ehrenamtlichen von Herzen ohne Grenzen.

Heute - 21. August 2011 - sitze ich im TGV Strasbourg-Paris auf meiner Rückfahrt von Offenburg und lasse die vielen Bilder eines Begegnungswochenendes zwischen Jeanette einerseits und Jean und Benoît andererseits in meinem Kopf durchgehen. Geschwister sind wir über unseren Vater.

Jeanette wurde aus der Begegnung zwischen unserem Vater und ihrer Mutter am 1. Juni 1946 in Offenburg geboren.

Unser Vater und ihre Mutter haben nicht geheiratet. Später heiratete Jeanettes Mutter und so bekam die Tochter einen Adoptivvater. Bereits in ihrer Kindheit erfuhr sie, dass sie die Tochter eines französischen Soldaten ist, bekam aber keine weiteren Informationen. Ihr Leben lang hat sie sich gefragt, wer ihr Vater ist.

Wir unsererseits ahnten die Existenz eines Familiengeheimnisses im Leben unseres Vaters.

Mit der Zeit wurde dieses Geheimnis unter den Geschwistern zu einem offenen Geheimnis. Und es nahm die Gestalt einer geheimnisvollen Geschichte über unseren Vater an; Leider ist es bis zu seinem Tod im Jahr 2003 nie zu einem Gespräch mit ihm über diese Geschichte gekommen.

Nach seinem Tod haben alle vier Geschwister beschlossen, das Schweigen unseres Vaters zu brechen und wir haben Benoît, unseren Bruder, der seit seinem 20. Lebensjahr in Deutschland lebt, dazu ermuntert, auf die Suche zu gehen. Diese Suche blieb 2004 allerdings erfolglos.

Im Juni 2011 fand Jeanette uns dank der Unterstützung von Herzen ohne Grenzen. Als sie Benoît kontaktierte, der mit seiner Familie in Köln lebt, begann für uns ein neues Kapitel unseres Lebens. Sehr schnell organisierten Jeanette und Benoît ihr erstes Treffen in Offenburg am 9. Juli 2011.

Als ich von Benoît informiert wurde, war auch ich sehr gespannt, Jeanette kennen zu lernen. So vereinbarten wir ein Treffen in Offenburg am 20.-21. August. Benoît war dabei, damit wir uns in Deutsch unterhalten konnten.

Zwei Tage lang haben wir, Jeanette und ihr Mann Joe, Benoît und ich, sehr tiefgründige und schier unsagbare Emotionen erlebt und geteilt. Wir sind uns über die Bedeutung unserer Begegnung einig. Wir sind uns auch darüber einig, dass wir uns besser kennen lernen wollen und dass nun jeder Einzelne mit seinem eigenen Anteil dieser Geschichte, die uns ja verbindet, seinen Platz in einem neuen Kapitel unseres Geschwisterlebens finden wird. Einzig die Frage, weshalb unser Vater damals Offenburg verlassen hat, wird ungelöst und als Geheimnis in unserer Geschichte bleiben.

Mit diesem Brief möchten wir den Initiatoren und freiwilligen Mitarbeitern von Herzen ohne Grenzen unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Wir möchten ihnen unsere Freude mitteilen und ihnen sagen, dass diese Begegnung uns den inneren Frieden gebracht hat.

Jean Marchal

 
Pierrette Kind des Krieges und Margareth adoptieren sich

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Berlin, den 11.April 2011 um 11 Uhr

An diesem sonnigen Montag haben sich in der Eingangshalle des Quality Hotels einige « Reisende » tauschen ihre ersten Eindrücke aus. Schon am vorigen Abend hatten sich ein paar Teilnehmer des Berliners Aufenthalt zusammen getan. Andere nahmen schon den Bus oder die Stadtbahn um frei Berlin kennen zu lernen.

Pierrette ist auch da, ein bischen angespannt. Sie hat schlecht geschlafen, sie wartet.

Ich versuche mich mit ihr zu unterhalten. Aber sie hört mir nicht zu. Den Blick zum Hoteleingang fixiert.

Es ist fast 11 Uhr.

« Da sind sie , sie sind da » Pierrette hat eine kleine Gruppe aus zwei Frauen und zwei Männer erspäht, die sich dem Hotel nähern .

Kaum in der Halle des Hotels löst sich eine Frau von der Gruppe. Pierrette und Margareth nähern sich, schauen sich an, und berühren leicht ihre Gesichter. Umarmen sich. Pierrette hört nicht auf zu sagen: “Meine Schwester, meine Schwester, das ist meine Schwester “.

Margareth lächelt, beide umarmen sich, schauen sich tief in die Augen; Augen die immer verdächtiger schimmern.

Wir sind die bevorzugten Zeugen - und sehr gerührt in diesem starken Moment - von dem großen Glück zweier Schwestern, die sich nach so langen Jahren endlich finden.

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Pierrette’s Mann und das zweite Paar bleiben leise in der Nähe um die beiden Schwestern ganz bei ihren Gefühlen zu lassen.

Sie werden uns bald verlassen, damit Pierrette und Margaret voll diese ersten Stunden nach ihrem Wunsch in unserer Gruppe verbringen.

Der Tag wird wunderschön sein. Die von uns in der Gruppe deutsch sprechen, bieten sich spontan an zwischen Pierrette und Margareth zu übersetzen. Sie brechen alle auf zu einem langen Spaziergang am Ufer des Schäfersee ganz in der Nähe des Hotels.

Die Sonne scheint sehr schön, und wir begleiten die Schwestern bei ihrem ersten gemeinsamen Essen auf der Terasse eines kleinen Restaurant am Ufer des Schäfersee. Sie haben sich so viele Dinge zu sagen. Beide sprechen nur ihre Heimatsprache. Pierrette französisch, und Margareth deutsch!

Annie, Erik, alle strengen sich an um nach ihren Möglichkeiten alles zu übersetzen .

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Den heutigen Montag teilen sich die Schwestern ein Zimmer. Dienstag begleiten beide uns zur WAST, fahren mit uns im Bus um Berlin zu besichtigen. Und trennen sich Dienstagabend, wenn der Mann von Margareth sie wieder abholt.

Trennung? Ein einfaches Auf Wiedersehen vor anderen Treffen!

Für Pierrette und Margareth – nach einer langen Wartezeit – ist es jetzt ein grosses Glück zu verlängern in den folgenden Jahren.

Und für die, die noch warten, die manches Mal verzweifeln, ist es auch ein grosser Hoffnungsschimmer.

J.P.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 12. Juli 2011 um 16:17 Uhr
 
Keine Übersetzungen vorhanden.


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rait-d’union

 

            Elles sont toute douces, pleines d’attention pour moi, très attendrissantes, très aimantes !

Henny, Paula, Liselotte, Erika sont mes tantes, les sœurs de mon père, retrouvées 65 ans après ma naissance.

Elles ignoraient tout de mon existence jusqu’à ce qui fut une véritable intrusion dans leur vie : elles avaient une nièce en France !

Il y eut d’abord une certaine méfiance… bien naturelle ! Mais Franck trouva les arguments, Inge sut convaincre et je pus écrire ma première lettre.

Même dans mes rêves, je n’avais jamais imaginé pareille situation. Depuis ma douzième année, date à laquelle une amie me révéla le secret de ma naissance, j’avais espéré une lettre d’Allemagne. Pendant des années j’ai attendu, imaginant toujours qu’un jour ou l’autre quelqu’un « entendrait » mon besoin de reconnaissance et d’amour. Comment ? Je l’ignorais mais indubitablement ce rêve se réaliserait.

Les rêves demeurent souvent des rêves et j’ai longtemps gommé au fond de moi cet espoir sans, toutefois, l’effacer totalement. Il me fallait bien m’accrocher à quelque chose pour dépasser ce mal-être qui m’empêchait de respirer, parfois. On m’avait menti si longtemps ! Le regard des autres était si pesant ! Je devais prouver tant de choses ! Je me sentais si coupable !

Les années ont passé, mes années aussi !

Lors de la parution du livre de Picaper, j’ai pensé que je ne voulais pas mourir sans connaître toute la vérité, sans savoir qui j’étais. J’ai donc adressé à la WAST les rares indications que je possédais : quelques photos, le prénom et le nom de mon père.

J’avais retrouvé l’espoir et j’ai, à nouveau, attendu.

Quelle déception lorsque je reçus la réponse : les renseignements que j’avais communiqués ne permettaient pas d’entrer dans les fichiers ! Je me sentis orpheline pour la seconde fois et l’espoir s’enfuit.

Je renonçai à toute tentative.

Quatre ans plus tard, une annonce parue dans « Le Monde » m’informa de l’existence d’une association « Cœurs Sans Frontières » dont la mission attira mon attention.

Que devais-je faire ? Essayer une nouvelle fois ? Me bercer d’illusions et être déçue ? Trop difficile à accepter ! Dans un premier temps, je décidai de renoncer. Ma mauvaise foi ne résista pas longtemps à mon désir de savoir et je réunis à nouveau mes modestes documents.

Je glissai le courrier un beau matin de Juin 2008 et j’attendis encore… une réponse !

Je pensais que si la WAST n’avait pu m’aider, cette association avait bien peu de chances d’aboutir. Mais… pourquoi pas ? La complexité de mes sentiments était telle que je me pris à souhaiter une absence totale de réponse. C’était compter sans la détermination de Jean-Jacques Delorme, Président de l’association. Il m’appela, fin Juillet : l’entretien fut long. Jean-Jacques sut trouver les mots qui me rendirent quelque confiance.

Penser qu’on ne trouverait rien, j’y étais préparée. Comprendre que l’attente serait peut-être longue, n’avait pas été difficile. Imaginer ce qui pourrait être découvert, je n’étais pas allée jusque là. Est-ce que je savais véritablement ce que je cherchais ? Une preuve de l’existence de mon père, une confirmation de sa mort, quelque chose qui attesterait de ma filiation : certainement, oui. Mais jamais je n’avais envisagé, en tout cas, ce que j’appris le 9 Septembre 2008.

Vers 21h, le téléphone sonna. Une voix d’homme (celle de Mr Rouxel, responsable du Grand-Ouest à l’époque), entrecoupée par l’émotion, m’annonça que mes quatre tantes avaient été retrouvées et me dit d’appeler Frank pour obtenir davantage de détails. Je vis seule et n’avais personne avec qui partager l’émotion qui me submergea. Le cœur qui s’emballe, la respiration difficile, les tremblements, les larmes… oui, oui, tout ça et même beaucoup plus.

Le récit de Franck mit en évidence toute la chaîne de celles et de ceux qui avaient solidairement travaillé à la réussite de ma recherche. Une pensée toute particulière pour Inge, elle qui a tant fait pour beaucoup d’entre nous. Elle a établi un tel contact avec mes tantes qu’elles ont accepté l’idée d’un premier courrier. Au cours des jours qui suivirent, les appels de Jean-Jacques et de Franck ont été un réconfort, un soutien sans faille alors que j’étais profondément déstabilisée.

Inutile d’évoquer dans le détail le temps nécessaire à la rédaction de ma première lettre, le choix des mots, le poids de ces mots qui allaient me révéler auprès de mes tantes, qui devaient, je l’espérais, leur prouver qui j’étais et les convaincre de la sincérité de ma démarche.

Suivi l’attente angoissée de leur réponse.

Cette attente fut, bien évidemment, assortie des doutes et de interrogations inévitables en pareilles circonstances. Les prénoms et les âges approximatifs : c’était tout ce que je connaissais de mes tantes. Qui étaient-elles ? Que pouvait-être cette famille, « ma » famille, que je découvrirais peut-être ? La recherche de mon identité justifiait-elle une telle situation tant pour elles que pour moi ?

Mais elles « étaient » et avaient accepté l’idée d’un courrier : c’était l’essentiel !

Quelques jours plus tard, « elle » était là, cette enveloppe dont j’avais rêvé depuis tant et tant d’années !

Inquiétude, impatience, empressement accompagnèrent le geste trop brusque qui déchira l’enveloppe. Et je lus :

            Liebe Monique

            Du bist ja unsere Nichte, die Tochter unseres Bruders

La première lecture se fit à travers  mes larmes. Je lus et relus et ne pouvais me résoudre à poser le feuillet : le rêve était devenu réalité, mes tantes devaient être de bonnes fées.

Depuis ce jour magique, les échanges sont nombreux et nous allons même jusqu’à nous téléphoner : mon allemand étant cependant très approximatif ! Mais j’aime entendre leurs voix.

            Mars 2009 : l’Allemagne est prête à accorder la nationalité allemande aux « enfants de la guerre ». La nouvelle est relayée par tous les médias et Jean-Jacques, fier et heureux de voir aboutir son combat, nous en informe.

On m’offre un moyen administratif, officiel, légal, de reconnaître ma filiation et je veux le saisir !

On peut s’étonner de ma volonté, de mon impatience à bénéficier de cette opportunité. Avoir eu la chance d’être acceptée par ma famille allemande ne suffisait-il pas ? C’est un réel bonheur !

Mais obtenir la naturalisation est, pour moi, un ajout considérable même s’il n’est « que » psychologique.

Je ne me suis pas toujours appelée du nom que je porte depuis mon âge de cinq ans et jusqu’à mon mariage. De cet autre nom, celui de ma mère, je n’ai aucun souvenir. Elevée par ma grand-mère, veuve et remariée, on avait pris l’habitude de me nommer du nom de ma grand-mère. Ce qui persista longtemps après que j’aie été reconnue par le mari de ma mère. Néanmoins, son nom est devenu légalement le mien à mon grand regret.

Etre reconnue « enfant de la guerre » c’est prouver ma véritable identité, c’est me démarquer de mon adoptant, c’est affronter le regard des autres, sans honte, c’est espérer être sereine.

La lourdeur du dossier, les embûches administratives, les compléments aux pièces justificatives, l’appel à l’aide pour la traduction du dossier : rien n’a pu entamer ma résolution.

Pendant plus d’un an, j’ai vécu l’œil rivé au voyant rouge du téléphone, sursautant à la moindre sonnerie, massacrant, lors de leur ouverture, les enveloppes estampillées « Ambassade d’Allemagne ».

L’appel du 28 Juin réussit cependant à me surprendre, sur mon portable.

Mr Floth m’annonçait la bonne nouvelle ! Mon silence l’étonna et l’inquiéta mais il comprit vite que l’émotion en était la cause. Nous réussîmes finalement à convenir d’un rendez-vous.

 

Le 3 août, 15h30, me trouva donc sur les marches de l’Ambassade accompagnée par Chantal

Le Quentrec et Monika mon amie et traductrice. La lourde porte sembla prendre un malin plaisir à s’ouvrir très lentement.

Mr Floth nous attendait dans son bureau.

Moment solennel et émouvant que celui où Mr Floth donna lecture de mes droits et devoirs de nouvelle citoyenne allemande. Prête à signer tout engagement, je ne voyais plus qu’un papier sur le bureau : meine Einbürgerungsurkunde.

 

Maintenant, la situation est claire. 

J’ai une famille française du côté de ma mère et une famille allemande, du côté de mon père biologique.

Mes enfants et petits-enfants m’ont toujours soutenue dans ma démarche et se réjouissent de leur origine franco-allemande.

Mes tantes sont, bien évidemment, enchantées.

 

Au-delà du caractère très personnel de ce choix, je veux croire en l’aspect symbolique de cette reconnaissance. Symbole d’une évolution des mentalités, symbole d’une volonté de paix entre deux peuples, symbole d’un rêve éminemment fou : et si on abolissait toutes les frontières ?

 

J’ai obtenu beaucoup, beaucoup plus que tout ce que j’avais pu imaginer. J’en remercie celles et ceux qui consacrent leur temps, leurs forces, leur détermination à mettre tout en œuvre pour relier ceux qui se cherchent.

 

                                                                                         M. P-Müller

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 16. November 2010 um 10:19 Uhr
 
Die Suchanzeigen mit Internet führen zum Erfolg


Meine lieben Schwestern,
meine liebe korsische Familie,

Heute möchte ich Euch den Teil meiner Lebensgeschichte schildern, die sehr von der Suche nach meinem Vater und der Liebe zu der wunderschönen Insel Korsika geprägt war.

Als ich am 1.März 1946 geboren wurde, war dies für unsere Familie eine schwierige Situation, denn in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg war es in dem kleinen Dorf am Bodensee, in dem ich aufgewachsen bin, für eine junge Frau nicht einfach ein Kind ohne Vater großzuziehen, meine Mutter war vielen Vorurteilen ausgesetzt, hatte sich aber, wie sie mir oft versicherte vom ersten Moment an auf ihr Kind gefreut und war bereit alle Schwierigkeiten auf sich zu nehmen. Da meine Großeltern beide berufstätig waren und auch meine Mutter im Krankenhaus  arbeitete, musste ich mein erstes halbes Lebensjahr auf der Säuglingsstation im Krankenhaus verbringen und meine Mutter konnte mich nur in ihrer Freizeit zu sich nehmen, was ihr sehr weh tat.  Meine Großmutter, die mich später einige Jahre lang während der Arbeitszeit meiner Mutter betreute, erzählte mir oft, es sei  für sie ein großer Trost gewesen zu wissen, dass mein Vater ein guter Mensch war. Er hatte in der Zeit, als er bei meinen Großeltern wohnte, die ganze Familie mit Nahrungsmitteln aus der Armee versorgt, war immer freundlich und hilfsbereit und alle hatten ihn gern.
Auch für mich war es sehr wichtig diese positive Vorstellung von meinem Vater zu haben.

Aber nun zur Vorgeschichte. Am 17. 5. 45  kam Henri in das Haus  meiner Großeltern, wo auch meine Mutter wohnte, hier lernten sie sich kennen. Später wurde er nach dem 17 km entfernten Konstanz  abkommandiert und auch in dieser Zeit hatte meine Mutter Kontakt mit ihm und besuchte ihn dort. Als seine Kompanie abgezogen wurde, wusste unser Vater nicht, dass sie schwanger war und der größte Wunsch meiner Mutter war, ihm dies mitzuteilen. Aber alle Versuche über das Rote Kreuz etc. verliefen ohne Ergebnis. Man teilte ihr mit, dass mein Vater im Indochinakrieg gefallen sei. Bekannt war meiner Mutter lediglich der Name, das Geburtsdatum und dass Henri Korse war. Ich erfuhr die ganze Geschichte als ich etwa zehn Jahre alt war.

1952 heiratete meine Mutter dann einen Mann, mit dem sie sehr viel Pech hatte und auch für mich war er ein Unglück. Glücklicherweise ließ sie sich 1962 scheiden. Nachdem ich die Wahrheit über meinen richtigen Vater erfahren hatte, wuchs die Sehnsucht nach ihm manchmal ins fast Unerträgliche. Ich stellte mir immer vor, dass es mir bei ihm sicher gut gehen würde. Wie oft habe ich geweint!

Als Jugendliche dann wollte ich alles daran setzen, ihn zu finden. Ich schrieb an das Französische Konsulat, bekam aber die Nachricht, dass man mir nicht helfen könne. 1966 dann kam ich über Freunde meiner Mutter an die Adresse von Monsieur Jean Pierre Leverd, dem Polizeichef von Korsika, Caserne Battesti. Im Sommer fuhr ich mit zwei Freundinnen über Nizza nach Ajaccio und wir suchten Monsieur Leverd auf und baten ihn um  Hilfe bei der Suche. Er versprach mir zu helfen und bat uns nach zehn Tagen wieder zu kommen. Zehn Tage später erzählte er uns, er habe die Spur meines Vaters bis 1962 verfolgen können, aber dann sei sie im Sande verlaufen. Immerhin konnte ich jetzt annehmen, dass er noch lebte, aber trotzdem fuhr ich traurig wieder nach Hause.

Zehn Jahre später erfuhr ich dann wieder auf Umwegen durch jene Freunde von Monsieur Leverd, dass dieser meinen Vater ganz schnell gefunden hatte, der auch bei der Polizei arbeitete, er ließ ihn zu sich kommen und erzählte ihm von seiner Tochter, die ihn suche. Aber er war sehr erschüttert und  weinte, er hatte Angst, es seiner Familie zu sagen. Daraufhin beschloss Monsieur Leverd mir nicht die Wahrheit zu sagen und eure Familie zu schützen. Rückblickend muss ich sagen, dass er richtig gehandelt hat.

1976, nachdem ich diese Nachricht erhalten hatte, beschlossen mein Mann und ich sofort nach Korsika zu reisen mit R 4 und kleinem Zelt und in jeder Polizeistation nachzufragen, ob Henri Samartini dort arbeitete, denn wir wussten ja nicht, wo Monsieur Leverd ihn vor zehn Jahren  gefunden hatte.

Wir beschlossen in Ajaccio anzufangen und so ging ich klopfenden Herzens in die Polizeistation und fragte nach Henri Samartini. Der Polizist sah im Dienstplan nach und meinte, dass er um zwei Uhr Dienst habe. Wie war ich aufgeregt! Als ich ihm dann  gegenüberstand, stellte ich ihm zuerst ein paar Fragen um sicher zu sein, dass er mein Vater ist. Dann gab ich ihm einen Brief, den mir eine Freundin übersetzt hatte, die perfekt französisch spricht. In diesem Brief stellte ich klar, dass  ich nicht die Absicht hatte, seine Familie in Unruhe zu versetzen, sondern dass ich ihn einfach kennen lernen wollte, da es für mich wichtig war, meine Wurzeln zu finden. Mein Vater nahm den Brief und ging in sein Büro. Es dauerte lange, bis er wieder herauskam und dann war er sehr aufgewühlt und wollte uns zu seiner Familie bringen. Das habe ich aber abgelehnt, weil ich es für eine Kurzschlussreaktion hielt. So tranken wir in einem Bistro einen Kaffee und redeten, damals erzählte er mir auch, dass er drei Töchter habe. Wir trafen uns auch am nächsten Tag noch einmal. Ich gab ihm noch ein Kinderfoto von mir und unsere Adresse, leider hörte ich nie etwas von ihm.  
1977 reisten wir noch einmal nach Korsika, dieses Mal mit drei Kindern Nicole, Esther und unserem Adoptivsohn Philipp (Philipp kommt aus Korea und leider hat er den Kontakt zu uns abgebrochen) und meiner Mutter. Meinen Vater trafen wir zufällig, als er in ein Polizeiauto einsteigen wollte. Wir unterhielten uns eine Weile und verabschiedeten uns dann. Danach ging es mir sehr schlecht, ich wurde mir bewusst, ihn, den ich so lange gesucht hatte, gefunden und gleich wieder verloren zu haben.

Wir verbrachten dann 1979 noch einen Urlaub in Korsika, ich suchte aber keinen Kontakt mehr zu meinem Vater.

2001 dann, ich hatte gedacht alles überwunden zu haben, wollten wir nach vielen Jahren wieder einmal nach Korsika reisen. Als wir auf dem Campingplatz in Verghia La Vallé waren, ließ es mir keine Ruhe und ich fand im Telefonbuch die Nummer und die Straße von Henri und dir, Danielle. Es war schwierig für uns die Adresse Residance A mandarina zu finden, und erst auf dem Reisebüro zeigte man uns auf dem Stadtplan das Wohngebiet. Wir fuhren am 4. Juni (Pfingstmontag) hin und ich stand schon vor der Haustüre von bat D, aber da verließ mich der Mut. So rief ich an und hatte zunächst eine Frau am Telefon. Ich fragte sie, ob ich Henri Samartini sprechen kann und sie gab ihm den Hörer. Dann fragte ich meinen Vater, ob er sich an seine Tochter aus Deutschland erinnert, er war eine ganze Weile still und sagte dann barsch: „Ich habe keine Tochter in Deutschland. Au revoir Madame“, und legte auf.  Ich weiß das noch so genau, weil ich alles in meinem Reisetagebuch festgehalten habe. Das war sehr schwer zu ertragen für mich, aber ich mache ihm keine Vorwürfe, denn ich hatte ihn überrumpelt und er war auf die Situation überhaupt nicht vorbereitet. Am nächsten Tag reisten wir aus Ajaccio ab, und ich beschloss, meinen Vater zu vergessen und auch nach Korsika wollte ich nicht mehr fahren, weil ich wusste, dass ich dies nicht ohne schmerzliche Emotionen tun könnte.

Aber auch unsere Kinder hat es immer wieder nach Korsika gezogen, so sind Esther und Jörg den GR 20 gewandert. Nicole und Tom haben ihre Hochzeitsreise nach Korsika gemacht und haben 2006 mit den Kindern ihren Sommerurlaub auf der Insel verbracht.
Als ich am Pfingstmontag aus irgendeiner Intuition heraus den Namen unseres Vaters in das Internet eingab, traute ich meinen Augen nicht und dachte zuerst, jemand will einen üblen Scherz mit mir machen. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja! Seither glaube ich wieder an Wunder!

Abschließend möchte ich Euch noch von ganzem Herzen danken, dass ihr mich so herzlich willkommen heißt, danke auch dafür, dass Ihr mich gesucht habt, ich bin so glücklich darüber. Unserem  Vater gegenüber habe ich keinerlei Groll und mache ihm keine Vorwürfe, es war sicher nicht einfach für ihn, mit dem Geheimnis zu leben und ich bin froh, dass er es sich noch von der Seele geredet hat und seine innere Ruhe fand. Traurig bin ich darüber, dass er nicht mehr lebt, aber ich bin mir sicher, dass wir es ihm zu verdanken haben, dass wir uns gefunden haben.

In Dankbarkeit umarmt Euch alle

Gabriele


Diesen Brief habe ich übersetzen lassen, weil es mir wichtig ist, dass Ihr mich richtig versteht. Wenn meine E-Mails an Euch ungeschickt und holprig sind, verzeiht mir, denn leider habe ich das meiste meines Schulfranzösisch vergessen.

Anmerkung :
Kurz nach dem Telefonat mit meinem Vater 2001 hat er seiner Familie alles erzählt und meine Schwestern haben sich  sofort auf die Suche nach mir gemacht, leider erfolglos. Sogar über Zeitungen und Radio suchten sie nach mir, dies auf ausdrücklichen Wunsch meines Vaters, der leider zwei Jahre vor wir uns fanden gestorben war. Letztlich führten also die Suchanzeigen im Internet zum Erfolg.
Seitdem sind wir ein Teil einer großen Familie in Korsika und es ist, als ob wir schon immer dazugehört hätten. Viele Besuche und Gegenbesuche haben bereits stattgefunden.


Gabriele und die Schwestern
Von links nach rechts: Gabriele – Danielle – Christiane - Jeanne

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Juli 2010 um 15:53 Uhr
 
Ein glücklicher Ausgang


Von meinem ersten Lebensjahr bis zu 6 Jahren wurde ich in Pflege gegeben und zwar in vollständiger Unkenntnis von dem was ein Vater sein könnte. Ich stellte mir keine Fragen.
Zwischen 6 und 11 Jahren sah ich manchmal einen Mann zuhause, meine Mutter sagte mir es sei mein Vater… Also nahm ich es so an ohne weitere Fragen zu stellen.
 Zwischen 11 und 16 Jahren war ich im Krankenhaus. Einige Monate nach meiner Rückkehr, da ich schon seit langem denjenigen, den ich für meinen Vater hielt, nicht mehr sah, befragte ich meine Mutter darüber. Sie teilte mir mit, dass mein eigentlicher Vater ein Deutscher sei, den sie in Berlin kennen gelernt hatte.
Da ich lange Zeit ohne Vater und Mann zuhause gelebt hatte, war ich darüber nicht betrübt und es hielt mich nicht davon ab ein normales Leben zu führen.
Jedoch erfüllte die Zeit ihr Werk, und ganz allmählich schlich sich das Bedürfnis ein mehr darüber zu wissen, umso mehr da ich weder Großeltern, noch Cousins hatte; es gab nur eine Tante.
Ich habe mich daher vor ungefähr 15 Jahren der Genealogie gewidmet.
Das Internet hat mir dabei sehr geholfen, ich konnte bis zu meiner Herkunft mütterlicherseits vordringen. Aber es fehlte die väterliche Seite. Ich hatte alle Suchmaschinen befragt aber ohne Erfolg.
Dann habe ich den Verein „Herzen ohne Grenzen“ gefunden; und dann ist dank der Arbeit seiner Mitglieder alles sehr schnell gegangen.
Die wenigen Elemente in meinem Besitz wurden sehr gut ausgearbeitet. Die Spur meines Vaters bestätigte sich.
Nach einigem Zögern (aufgrund von Homonymie Problemen und falschen Identitäten, es war Krieg) beschleunigte sich die Suche und die Daten meiner Familie väterlicherseits wurden mir mitgeteilt. Außerdem übermittelte mir die WASt das militärische Profil meines Vaters; dieses Dokument bestätigte einige Zeitangaben und Orte.
Durch diese Informationen bestärkt schrieb ich der Tochter meines Vaters einen Brief. Da der Verein schon mit ihr Kontakt aufgenommen hatte, hat sie es positiv aufgenommen und stimmte sowie ihr Bruder einem ADN-Test zu.
Der ADN-Test hat zwischen uns eine biologische Gemeinsamkeit zu 93% bestätigt; und das mangels väterlicher Probe (mein Vater ist 1993 verstorben).
 
Überflüssig zu sagen, dass während dieser ganzen Zeit die Gefühle strapaziert wurden sei es meinerseits als auch seitens meiner Schwester und meines Bruders.
 
Diesen glücklichen Ausgang wünsche ich jedem Kriegskind auf der Suche nach seiner Herkunft.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 13. Juli 2010 um 15:19 Uhr
 
Das Glück begünstigt nur diejenigen, die darauf vorbereitet sind.

Ich bin am 30. Januar 1947 im Département Corrèze auf dem Hochplateau der " Millevaches " (tausend Kühe) geboren. Meine Mutter Marie Antoinette MAGIMEL ist ebenfalls im gleichen Dorf geboren.

1945 arbeitete sie auf einem Bauernhof, wo sich auch ein deutscher Kriegsgefangener befand. Dort haben sie sich kennen gelernt.

1951 hat meine Mutter Jean Baptiste ROUME geheiratet. Er hat mich am Hochzeitstag anerkannt, deshalb trage ich seinen Namen.

Im Alter von ungefähr 7 Jahren habe ich durch einen Nachbarn erfahren, dass mein Vater nicht mein leiblicher Vater ist. Meine Mutter hat dieses Thema nie angesprochen, jedoch hat sie Anmerkungen über einen deutschen Gefangenen, der auf dem gleichen Bauernhof arbeitete, gemacht.

Erst im Alter von 45 Jahren wollte ich meinen wirklichen Vater kennen. Also habe ich meine Mutter gefragt. Sie konnte kein Wort Deutsch, hat aber spontan "Kurt MEINE" geantwortet, und das 45 Jahre danach!

Ich habe bis 2008 gewartet (Rente), um die Ermittlungen nach Kurt MEINE zu beginnen. Erste Etappe das deutsche Telefonbuch. Es gab ungefähr 300 Personen mit dem Namen MEINE, davon 4 Kurt MEINE. Ich habe in etwa 30 Briefe auf Deutsch aufgesetzt (ich beherrsche ein bisschen Deutsch; das ist mein erstes Glück). Ich habe daraufhin 5 Antworten erhalten: eine darunter von einem Kurt MEINE, aber er war im sowjetischen Sektor Kriegsgefangener, und 4 negative Antworten: es gab keine Gefangenen mit dem Namen Kurt MEINE in ihrer Familie.

Unter den negativen Antworten war ein Herr Horst MEINE, der sich angeboten hat, mir zur Hilfe zu kommen. Er war dabei einen Stammbaum seiner Familie zu fertigen. Er hat mich außerdem mit dem Verein VKSVG(Verein zur Klärung von Schicksalen Vermisster & Gefallener) in Verbindung gebracht, wodurch ich TOBIAS kennen gelernt habe.

Ich habe (4 Mal) in den Archiven des Départements Corrèze in TULLE ermittelt. Die einzigen Dokumente waren Polizeiberichte (Flucht, Schlägerei, usw…), die Liste der SS, aber kein Kurt MEINE. Die Kriegsgefangenenlager haben keine Namenslisten geführt.

Ich habe weiterhin gesucht und habe dabei Glück gehabt (ein zweites Mal), indem ich die Liste der " freien Arbeiter " gefunden habe, denen 1948 ein Urlaub gewährt wurde. Ich habe auf einer Liste den Namen "Kurt MEINHOLD" gelesen und habe TOBIAS diese Information sofort weitergeleitet. Er hat mir sofort bestätigt, dass sie anscheinend wichtig ist. Das " Hold " war verschwunden, da man im Französischen das deutsche " aspirierte " H nicht kennt.

Auf diesem Dokument erscheinen: Name, Vorname, Geburtsort und -datum, ein Foto, anthropometrische Angaben…usw. Mit diesen Informationen hat TOBIAS telefoniert und mit der Ehefrau von Kurt MEINHOLD Kontakt aufgenommen, sowie mit Kurts Bruder.


Kurt MEINHOLD

Bei der Überprüfung, ob es sich um die richtige Person handelt, habe ich nochmal Glück gehabt (das dritte Mal), die Tochter des Arbeitgebers von Kurt MEINHOLD sowie die Schwester ist eine Freundin. Ich habe ihnen die Fotos geschickt. Sie haben mit bestätigt, dass dieser Mann tatsächlich derjenige war, der auf dem Bauernhof gearbeitet hat. Ich hatte vorab in den Archiven gefundene Fotos von anderen Kriegsgefangenen geschickt.

Somit konnte ich den Weg meines Vaters zusammenstellen: In Norwegen in Trondheim von den Engländern gefangen, danach wurde er nach Frankreich geschickt: erst in das Lager von Rennes, dann in das Lager von Tulle und letztendlich in den Bauernhof, wo sich meine Mutter befand.

Als der Inhaber des Bauerhofs die Verbindung zwischen den Beiden entdeckt hat, hat er den Kriegsgefangenen zum Lager zurück gebracht und meine Mutter ist ins Entbindungsheim gegangen. Kurt wurde danach in ein anderes Dorf geschickt, um beim Bau eines Damms mit zu arbeiten.

Im März habe ich die Familie MEINHOLD getroffen, wo ich zusammen mit meiner Frau mit offenen Armen empfangen wurde.


Das Wiedersehen: Georges's Onkel und seine Frau, rechts Georges und seine Frau

Eine Unbekannte: hat er gewusst, dass meine Mutter schwanger war? Sie sind beide verstorben.

Ein Ratschlag: das Glück begünstigt nur diejenigen, die darauf vorbereitet sind.

*Freie Arbeiter*: 1947 haben die Alliierten die deutschen Kriegsgefangenen befreit; diese konnten nach Hause zurückkehren ; aber es wurde ihnen ab diesem Datum vorgeschlagen, falls sie es wünschten in Frankreich als freie Arbeiter mit einem Gehalt zu bleiben, und nicht mehr als Gefangene. Viele haben sich für diese Lösung entschieden.

Ein Artikel ist in der Zeitung von Lampertheim erschienen. Der Titel sollte eine Anregung zum Nachdenken sein. Es ist eine Zusammenfassung darüber, wie die Kriegskinder das " Geheimnis " lüften.

Ein Mann, der sich sein Glück schwer erkämpfen musste.

Lampertheim ist für seine Spargeln bekannt. Heute fegt ein kalter Wind auf die Stadt und es regnet, aber all dies lässt Georges Roume völlig gleichgültig, da dieser 63-jährige Franzose heute seinen Onkel kennen lernen wird. " Ich habe immer gehofft und war davon überzeugt irgendwann ein Mitglied meiner Familie zu finden" sagt Roume mit einem leichten Zittern in der Stimme. Die innere Unruhe dieses Franzosen, der sehr gut deutsch spricht, ist ergreifend und man kann sagen, dass er sein Glück genießt.
Es hat jedoch Zeit gebraucht, um bis dahin zu kommen, da dieser Franzose lange keine Informationen über seinen Vater hatte. Er wusste nur, dass dieser 30-Jahre alt sein musste, als er Kriegsgefangener war und "Kurt MEINE" hieß. Viel zu wenige Informationen, für den Ermittlungsdienst, der diesen Mann unter den millionen von verstorbenen oder verschollenen Wehrmachtssoldaten nicht finden konnte.


Meine wird zu «Meinhold»
Erst als er 2008 in Rente geht, ist dieser Mann in der Lage seine Ermittlungen zu intensivieren. Er hat mit einem Verein Kontakt aufgenommen, um Informationen über die verschollenen Soldaten zu erlangen. Es handelt sich um den " VKSVG "; und er startet selbst andere Recherchen. "Ich wollte unbedingt erfahren, ob es möglich ist jemanden zu finden" sagt Roume im Nachhinein. Dank einer hartnäckigen Arbeit, hat er eine Liste von alten Kriegsgefangenen gefunden, worauf der Name eines gewissen "Kurt Meinhold" vermerkt war. Das war für ihn eine erste Spur.

Nun weiß er, dass sein Vater 1945 Kriegsgefangener war, und von Trondheim nach dem französischen Lager von "La Tremouille" in der Nähe von Tulle verschickt wurde. Er wurde in einen Bauernhof nahe dem Lager (Bugeat) für "Zwangsarbeit" geschickt und er hat sich in die Hausangestellte Marie Antoinette Magimel verliebt. Meinhold hat sicherlich nie gewusst, das aus dieser Liebe ein Kind geboren ist, da der Bauernhofsinhaber Ihn sofort als ihre Liebesbeziehung aufgedeckt wurde in das Lager geschickt. Horst Meinhold erzählt, dass dies nicht überraschend ist, weil es zu dieser Zeit undenkbar war, dass eine Französin eine Beziehung mit einem Deutschen hat. Sie wäre sicherlich für diese beschämende Liebesbeziehung geschoren worden.

Als Georges Roume von der VKSVG erfährt, dass sein Vater 2001 in Hoyerswerda verstorben ist, ist er traurig und nicht deprimiert. "Ich habe geahnt, dass er nicht mehr am Leben ist, aber zu wissen, dass er tot ist, hat mich zutiefst getroffen. Was ich über meinen Vater erfahren habe, hat mir geholfen, nach meiner übrigen Familie zu suchen". Und Roume war erfolgreich. Nachdem sein Vater 1949 Frankreich verlassen musste, hat er zweimal geheiratet und lebte in Sachsen. Die VKSVG hat mit seiner Witwe im Altersheim von Hoyerswerda Kontakt aufgenommen und ihm mitgeteilt, dass der Bruder seines verstorbenen Vaters in Lampertheim lebt.

Das Leben ist einen kurzen Augenblick stehen geblieben, als der Onkel und der Neffe sich zum ersten Mal getroffen haben .Keine Tränen, aber tiefe Empfindungen. "Ich fühle etwas in meinem tiefsten Innern" sagt Georges Roume und zittert. Auch der Onkel Horst Meinhold hat Schwierigkeiten mit der Wahrnehmung dieses neuen Neffen in der Familie. Dieser 73-Jahre alte Mann hat nun einen Neffen von dem er bis vor Kurzem nichts wusste. Jedoch kann er dieses sehr gut verstehen und akzeptieren. Er hat tatsächlich vor 10 Jahren erfahren, dass er eine 40-jährige Tochter, Celine M. (der Name wurde von der Redaktion geändert) hat. Dieses Kind stammt aus seiner Beziehung zu seiner Jugendliebe..Damals hatten die Eltern der jungen Frau glauben lassen, dass das Kind eine Todgeburt war. Sie fanden, dass der Vater " nicht gut genug" für die Familie war. Das Kind war aber tatsächlich am Leben und wurde für die Adoption freigegeben..
Nach langen Suchen können der Onkel, die Tochter, der Neffe endlich zusammen ein genüssliches Kaffeekränzchen genießen. Noch in diesem Jahr wird unser Franzose nach Hoyerswerda fahren, um die zweite Frau seines Vaters zu treffen. "Ich hoffe, meinen Vater beim Betrachten weiterer Fotos besser kennen zu lernen, sowie durch die Erzählungen dieser Frau über sein Leben".

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 23. Mai 2010 um 14:32 Uhr
 
Ein glücklicher Abschluss nach 65 Jahren des Wartens !
Unser Mitglied Uli (Mitglied 259) ist Anfang Februar 2010 auf uns zugekommen.
Gute Feen beugten sich über ihre Recherchen und sie hat ihren Bruder Daniel vor Ende des genannten Monats gefunden!
Wie ist das nur möglich? Die meisten unter uns suchen so lange!!!
Wir werden Ihnen dieses Wunder erklären!

Zuerst möchten wir Ihnen Uli vorstellen,
Uli ist am 12. August 1945 in Sebnitz/Sachsen, Deutschland geboren. Sie lebt seit 1961 in den Vereinigten Staaten. Sie hat noch ihre Mutter, die wie fast all unsere Mütter Fragen nicht beantwortete oder etwas erfand. Wie fast jeder von uns hat Uli nicht geglaubt, was man ihr über ihren Vater sagte. Sie hat gesucht und Erkenntnisse über ihre väterliche Herkunft in Erfahrung bringen können.

Ihre Suche war langatmig: Rotes Kreuz, Heilsarmee, Reise nach Paris im Jahre 1984. Nichts wollte ihr gelingen, niemand half ihr.
Also hat sie letztendlich die Hilfe eines Genealogen beansprucht, was auch zu keinem Erfolg führte.

Während dieser Zeit hat Uli weitergelebt, ihr Leben aufgebaut, 5 Kinder zur Welt gebracht und ist jetzt eine glückliche Großmutter.
Man sollte bemerken, dass welche Nationalität man auch besitzt, und welche Erziehung man auch genoss, so hat der Weg der Kriegskinder Gemeinsamkeiten. Das Geheimnis um den Vater, die Ahnung, dass es etwas anderes gibt, als die Wahrheit der Mutter; der im Laufe der Jahre beharrende Wille zu wissen, die Kraft sich aufzubauen und im Leben trotz ungewisser Wurzeln voranzukommen und im reifen Alter der feste Wille zum Ergebnis zu kommen.

Halten wir uns das Beispiel von Uli immer vor Augen, sie hat niemals aufgegeben, und das Glück hat sich gewandt: das Unmögliche ist in wenigen Wochen möglich geworden !

Das Glück
Wann zeigt es sich, wie kann man es erkennen? Für Uli kam es von sehr weit her!
Dank Daniel Rouxel, dessen Geschichte von den französischen Medien weit verbreitet wurde, als er die deutsche Staatsangehörigkeit erlang, sind die Kriegskinder oft in der Tagesordnung der deutschen und französischen Presse gewesen. Die ausländische Presse hat mit unserem Verein Kontakt aufgenommen und unser Präsident Jean-Jacques Delorme ist ihren Anfragen freundlich entgegen gekommen.

Er wurde von einem Journalisten des Washington Post interviewt, dessen Artikel von anderen amerikanischen Zeitschriften übernommen wurde. Uli hat den Artikel gelesen. Das war der Augenblick an dem sich das Glück ihr zugewandt hat. Uli hat es gegriffen, sie hat sofort mit Jean-Jacques Delorme Kontakt aufgenommen und ist Cœurs sans Frontières CSF (Herzen ohne Grenzen) beigetreten.

Wenn das Glück da ist, dann voll und ganz. Ein perfekt zweisprachiges (französisch/englisch) Mitglied aus der Pariser Gegend war freundlicherweise bereit die Kontaktperson zwischen Uli und unserem Verein zu sein, wodurch viel Zeit gewonnen werden konnte.

Der Ausgang der Geschichte
Uli kannte den Namen und den Vornamen ihres Vaters. Sie hatte Fotos, Briefe und andere Dokumente aufbewahrt. Ihr Vater war, als er mit Ulis Mutter verkehrte, Kriegsgefangener.
CSF hat ihn auf einer Liste einer Webseite für Genealogie gefunden. Ulis Tochter hatte eine Suche gestartet auf einem internationalen genealogischen Forum, dort war er ebenfalls aufgeführt.
Mit diesen Informationen gewappnet, welche vermuten lassen konnten, dass Ulis Vater aus der Pariser Gegend kam, hat die Regionalbeauftragte mittels Telefonbuchs eine Liste aufgestellt. Ihr erster Anruf war ein Volltreffer! Wie gesagt, wenn das Glück sich zeigt, dann ist es vollständig.

Uli verfolgt ihren wunderbaren Weg, den ihre französische Familie gern mit ihr teilt, die Verbindung beginnt unter den besten Vorzeichen.
Ulis Vater ist verschieden, aber sie hat nun einen Bruder, eine Schwägerin, Neffen und Nichten und sogar eine Tante, die Schwester ihres Vaters. Ihre französische Familie hat eine amerikanische Schwester gefunden, welche sehr dankbar ist, so gut aufgenommen worden zu sein.
Überlassen wir ihnen nun das Wort:

ULI
Ich kann kaum glauben, dass ich nach fast 65 Jahren meine französische Familie wieder gefunden habe. Nachdem ich den Artikel über Daniel Rouxel in einer Zeitung aus San Francisco gelesen hatte, habe ich im Dezember 2009 eine erste E-Mail an Jean-Jacques Delorme geschickt.
Die Geschichte hat mich so bewegt und so viel Hoffnung in mir aufkommen lassen, dass ich sofort CSF im Internet gesucht habe. Ich habe mich entschlossen Jean-Jacques Delorme eine E-Mail zu schicken, um zu fragen, ob der Verein in der Lage sein könnte mir bei der Suche nach meinem Vater, Charles Lamiche, zu helfen. Er hat meine Mail beantwortet und seine Zustimmung gegeben. Es war für mich die beste Nachricht, die ich jemals erhalten habe. Ich hatte Angst vor dem, was passieren würde: was wenn meine Familie gefunden wird, mir nicht glaubt und mich ablehnt? Ich musste jedoch Mut zeigen und trotzdem weitermachen.
Im Januar 2010 bin ich CSF beigetreten und habe alle notwendigen Papiere und Dokumente geschickt. Im Februar hat der Verein die Spuren meines Vaters gefunden. Am 13. Februar habe ich erfahren, dass mein Vater 1994 verstorben ist, aber dass mein Bruder am Leben ist. Danach ist alles sehr schnell vorangegangen. Als mit meinem Bruder Dany Kontakt aufgenommen wurde, sagte er, dass er von meinem Vater wusste, dass er eine Schwester in Deutschland hat. Und er war sehr froh darüber, dass seine Schwester ihn gefunden hat. Er wusste nicht, wie er mich finden konnte.
Am 23. Februar 2010 habe ich eine erste E-Mail von meinem Bruder Dany erhalten. Ich war sehr traurig zu erfahren, dass mein Vater schon verstorben war, und dass ich ihn nie kennen werde, und nie Vaterliebe erfahren würde. Jedoch hat es mich gefreut, dass er mit meinem Bruder Dany über mich gesprochen hat. Für mich bedeutet es, dass er mich liebte.
Nachdem ich meinen Bruder gefunden hatte, habe ich meiner Mutter von meiner Suche und ihren Ergebnissen erzählt und ich habe die Nachrichten von Dany mit ihr geteilt. Er hat mir eine Biographie und Fotos meines Vaters geschickt, wodurch Mutti Vieles ihr Unbekanntes über ihn erfahren hat. Das hat ihr geholfen ihren Schmerz zu heilen und uns näher zusammen gebracht. Durch den liebevollen und herzlichen Ton seiner Nachrichten hat Dany auf sie einen guten Eindruck gemacht,. Und auch weil er nie versäumt hat sie zu grüßen.
Ich bin so froh mit meinem Bruder und seiner Frau Marie-Line in Verbindung zu sein. Sie haben mir Zuneigung und Liebenswürdigkeit gezeigt, und ich bin dankbar, das Glück gehabt zu haben, sie und ihre Familie kennen gelernt zu haben. Ich habe solch einen glücklichen Ausgang nicht erwartet, und ich bin allen Personen, die mich in meiner Suche unterstützt haben, ewig dankbar. Ich bin sehr gespannt, meinen Bruder und seine Familie zu treffen, und ich werde mich nicht trotz meiner Befürchtungen durch die Angst bremsen lassen. Ich versuche nun französisch zu lernen, um mich mit ihnen verständigen zu können.
Ich fühle mich allen Mitgliedern von CSF besonders nahe, die so wie ich " Kriegskinder " sind. Und wenn auch ich meine französische Familie nicht gefunden hätte, hätte ich mich gefreut andere Mitglieder des Vereins kennen zu lernen, da sie für mich wie Geschwister sind.
Danke
Uli

DANIEL
Als das Telefon klingelt, kommt sofort eine Frage auf, wie den meisten von uns denke ich: " gute oder schlechte Nachricht?". Nachricht, die unser Leben verändert/erschüttert?
Jedoch war ich weit davon mir vorzustellen, was Chantals Anruf, Beauftragte von CSF, mir in diesem Jahresanfang 2010 bringen würde.
Es ist meine Frau, die das Telefon abgehoben hat, und sie nach den üblichen Vorstellungen gefragt wurde, ob:
- ihr Schwiegervater "Charles" heißt
- er tatsächlich Kriegsgefangener in Deutschland war
- und insbesondere ob sein Sohn von einer Schwester in Deutschland wusste.

Meine Frau hat mit Ja beantwortet, da ich tatsächlich wusste, dass mein Vater, als er in Deutschland war, eine Liebesbeziehung gehabt hat, und dass aus dieser Beziehung ein Mädchen geboren wurde. Leider wusste ich nicht mehr. Mein Vater, der über die Vergangenheit sehr wortkarg war, insbesondere über diese Zeit, hat mir ein einziges Mal von dieser Schwester erzählt und von einem Brief, in welchem Ulis Mutter ihm die Geburt angekündigt hat. Das ist alles, was ich wusste… weder Identität, noch Aufenthaltsort in Deutschland. Da hörten die vertraulichen Mitteilungen auf… Uli erfuhr über ihre Mutter viel mehr als ich.

Chantal hat uns dann mitgeteilt, dass Uli (diese bis dahin unbekannte Schwester, die in Seattle in den Vereinigten Staaten lebt, fünf Kinder und acht Enkel hat, und deren Mutter immer noch lebt) seit Jahrzehnten leider erfolglos auf der Suche nach ihrem Vater war. Jedoch hat sich der Zufall letztendlich zu ihren Gunsten gewandt, als sie auf einer Genealogie-Webseite den von mir aufgegebenen Stammbaum meiner Familie entdeckte. Der Zeitungsartikel eines amerikanischen Journalisten hat sie auf CSF gebracht. Sie hat mit diesem Verein Kontakt aufgenommen und nach mehreren Recherchen und Überschneidungen hat CSF mich gefunden (ein außergewöhnliches Glück, da ich einer Veröffentlichung meiner Kontaktdaten widersprochen habe und Chantal konnte mich nur über die Internet-Telefonnummer erreichen). Ich bin ein Genealogie-Amateur und ich weiß genau, dass der Zufall einer der Hauptfaktoren bei dieser Art von Recherchen ist.

Welch eine Überraschung und auch welch eine Freude zu erfahren, dass man eine Schwester hat, dass sie endlich ihr Ziel erreicht hat oder zumindest fast, da unser Vater leider 1993 verstorben ist, und sie nicht das Glück gehabt hat, ihn kennen zu lernen. Dagegen findet sie einen Bruder und eine Schwägerin, eine Nichte und einen Neffen, die gespannt darauf warten sie zu treffen. Das müsste im November stattfinden.
Wir lernen uns über E-Mail langsam kennen, indem wir Nachrichten und Fotos austauschen. Das Sprachproblem ist kein unüberwindbares Hindernis dank der Übersetzungs-Websites im Internet, aber insbesondere dank Marie-Jo, die uns sehr behilflich ist.

Ich glaube, Uli muss für ihre Hartnäckigkeit und ihre große Geduld im Laufe dieser jahrelangen Suche gratuliert werden sowie CSF für die Unterstützung, die sie ihr gebracht haben.

Ich bin sehr stolz, sehr glücklich eine Schwester entdeckt zu haben, bald ihre Bekanntschaft zu machen und vielleicht später Ihrer Familie, ich hoffe es.
Ich wünsche allen, die wie Uli auf der Suche nach ihrem Vater, eines Bruders, einer Schwester sind, viel Mut und viel Glück.
Uli hat nie aufgegeben, und ihre Bemühungen wurden nach fast vierzig Jahren erfolglosen Recherchen belohnt.
Wie sie sollte man nie aufgeben, auch wenn es schwierig ist und manchmal sogar entmutigend…
Es gibt Hoffnung… hier der Beweis!

Daniel


Oben, Uli und ihre Mutter, Ulis und Daniels Vater.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 16. Oktober 2010 um 09:50 Uhr
 
Ich bin ein Klietzer
Keine Übersetzungen vorhanden.

Cette histoire débute donc avant la guerre, par la naissance de l’acteur principal de ma naissance : Germaine Létendart, ma mère. Elle est née le 13 Octobre 1923 à Noeux les Mines, fille de Ernest Joseph Louis Létendart et de Germaine Fieux son épouse.

LE DÉBUT DE MON HISTOIRE

C’est au cours du premier trimestre 1943 que se trouve l’origine de mon histoire. Elle commence par Germaine Létendart, celle qui deviendra ma mère. Elle sera parmi les français et les Françaises qui choisiront de partir pour l’Allemagne nazie. Etait-ce par idéologie, par appât du gain, par attrait pour une vie meilleure que celle en France occupée, avec son cortège de privations et de brimades, ou par convictions pétainistes de vouloir collaborer à tout prix? Non il semblerait selon les dires de certaines personnes qu’elle serait partie pour un tout autre motif : l’amour, certes plus louable car il n’a pas de frontières. Alors qu’elle était déjà mariée en France, à un certain Marcel Lesage dont le mariage n’avait pour diverses raisons pas été consommé. Il semble probable qu’elle ait voulu rejoindre en Allemagne celui qu’elle aimait.

Elle contractera un engagement, sans contrat de travail, sous son nom de dame : Germaine Lesage, dans un des bureaux de recrutement sur Lille, l’un des nombreux Werbestallen de la région Nord. Elle partira volontairement le 5/3/43. Elle sera affectée en Allemagne à Klietz, près de l’usine d’armement. Elle y fréquentera cet officier allemand chargé de diriger cette usine. En pensant certes pouvoir trouver sa place dans ce concept nouveau, c’est-elle qui deviendra ma mère en avril 1945.

Comment, après avoir observé et constaté certains méfaits et avoir entendu à la radio, toutes les atrocités perpétrées par les troupes allemandes, pouvait-on encore choisir de collaborer et partir pour l’Allemagne afin de travailler pour le régime nazi ? Peut-on penser qu’elle s’est tout simplement laissée séduire par un homme qui l’a immédiatement aimée – le fameux coup de foudre dont elle avait tant rêvé -, sans penser aux lendemains, aux conséquences et encore moins au regard des autres.

C’est pourtant ce qui lui est arrivé. En agissant ainsi voulait-elle inverser le cours de son histoire, de son malheur en France, de cette vie médiocre qui la hantait et faire en sorte que sa nouvelle vie devienne plus forte que tout ? Avait-elle imaginé un seul instant qu’elle devrait répondre du pourquoi « avoir fait l’amour avec un de ces salauds de boches (comme l’on se plaisait à dire en France à l’époque) », plutôt qu’avec un brave Français, courageux, fier et honnête ?

Pour lire l'intégralité de l'histoire, merci de télécharger le fichier au format PDF (48 pages).
 
Une enfance heureuse
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, 28. März 2009 um 12:09 Uhr
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Matthias repose au cimetière polonais de Miejska Wola
Keine Übersetzungen vorhanden.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 28. März 2009 um 12:10 Uhr
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